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COMPA - gegen die neoliberale Politik in Oaxaca

Seit Juni 2002 hat sich die AMZ mit weiteren Organisationen zur Coordinatora Oaxaqueña Magonista Popular Antineoliberal - kurz COMPA - zusammengeschlossen. Konkreter Anlass dafür war das Massaker von Agua Fría im Mai 2002 an 26 Bauern, in dessen Folge mehrere Mitglieder aus der Nachbargemeinde Teojomulco willkürlich verhaftet wurden.

Ziel dieses neuen großen Bündnisses ist es, Forderungen der einzelnen Organisationen durch eine breite Allianz im gesamten Bundesstaat Oaxaca durchzusetzen.

Strassenblockade der Allianz COMPA im Juli 2002 in Oaxaca-Stadt: Die Verhandlungen mit dem Gouverneur zur Freilassung der Gefangenen aus Tejomulco müssen erzwungen werden
Strassenblockade der Allianz COMPA im Juli 2002 in Oaxaca-Stadt

Die COMPA - übersetzt antineoliberale magonistische Volkskoordination in Oaxaca - besteht neben den Mitgliedern der AMZ aus CODEP (Comité de Defensa del Pueblo - Komitee zur Verteidigung des Volkes), der FCSS (Frente Civil de la Sierra Sur - Bürgerfront der südlichen Sierra), der UCP (Unión de Campesinos Pobres - Vereinigung der armen Bauern) und der UJRM (Unión de Jóvenes Revolucionarios de México - Vereinigung der revolutionären Jugendlichen Mexikos). CODEP und UCP sind marxistisch-leninistisch orientierte Organisationen. Die FCSS ist der Zusammenschluss des Dorfes Teojomulco, der sich zur Verteidigung der Dorfmitglieder gebildet hat, die in Folge des Massakers von Agua Fría willkürlich verhaftet wurden. In Teojomulco unterhält OIDHO eine Basisgruppe, die die Arbeit der Bürgerfront unterstützt.

COMPA richtet sich schon in ihrem Namen gegen die neoliberalen Interessen in- und ausländischer Investoren, die z.B. im Rahmen des Plans Puebla Panama (PPP) umgesetzt werden sollen. Dieses folgenreiche Abkommen der Regierungen von Mexiko bis Panama sieht vor, in den beteiligten zentralamerikanischen Ländern Ressourcen zu erschließen und Fabriken für den Weltmarkt aufzubauen. In Mexiko ist vom PPP vor allem der Süden betroffen und damit auch der südwestliche Bundesstaat Oaxaca. Die neoliberale Entwicklungslogik folgt vor allem kapitalistischen Interessen. Befürchtet wird dadurch eine weitere Destabilisierung der Region, eine Verschärfung der sozialen Konflikte, Enteignungen und Vertreibungen.

COMPA ist seit Sommer 2002 schon mehrfach in Oaxaca-Stadt durch Demonstration und Straßenblockaden aufgetreten.

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