[31.05.04]
Widerstand von unten in Mexioko gegen neoliberale Entwicklungsstrategien von oben!
Der Plan
Seit vielen Jahren erleben die Menschen in Lateinamerika die Auswirkungen der neoliberalen Entwicklungsstrategien ihrer Regierungen. Mit dem Plan Puebla Panama (PPP) verkündete die mexikanische Regierung zu Beginn des 21. Jahrhunderts das neue Modernisierungsprogramm für Südmexiko und ganz Zentralamerika. Die mehrheitlich von Indígenas bewohnten Gebiete sollen durch Großprojekte und Billiglohnfabriken fit gemacht werden für den Weltmarkt. Inzwischen werden Pläne für die amerikaweite Freihandelszone ALCA diskutiert.
Die Medien konzentrieren sich in ihrer Berichterstattung meist auf die großen Antiglobalisierungsbewegungen und -events (WTO, etc.). Dabei droht der alltägliche Widerstand der betroffenen Gemeinden aus dem Blick zu geraten.
Der Film
Die halbstündige Dokumentation „Jenseits der Schellstraße. Entwicklungsprojekte von oben in Oaxaca/Mexiko“ zeigt die Auswirkungen neoliberaler Entwicklungspolitik auf indigene Gemeinden im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca. In dem Film kommen Betroffene nicht nur als Opfer, sondern als Menschen mit eigenen Vorstellungen und dem Willen zum Widerstand zu Wort. Das Video wurde mit Unterstützung von Menschenrechts- und sozialer Basisorganisationen Anfang 2003 gedreht und wurde seither in Mexiko und im deutschsprachigen Raum vielfach gezeigt.
Die Diskussion
Die Veranstaltung findet zusammen mit einer der drei FilmemacherInnen aus Berlin statt. Cornelia Siebeck wird vor der Vorführung in die Hintergründe des PPP, der Freihandelszone ALCA und die Entstehung ihres Videoprojektes einführen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Diskussion über diesen Blickwinkel „von unten“ und die Fragen, die sich damit an „unseren“ Widerstand stellen.
Wann und wer?
Veranstaltungsort ist das Kulturzentrum „riesa efau“, Adlergasse 14/16, Dresden-Friedrichstadt (S-Bahn DD-Mitte). Beginn ist 20.30 Uhr.
Veranstalter sind das ENS (Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen) und promovio mit Unterstützung von attac Dresden.